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EU seven-year budget deal neglects EP position - President Schulz signs below par deal with Council

By agreeing to a Multiannual Financial Framework (MFF) deal without prior consultation of all political groups in the Parliament, Martin Schulz has neglected democratic principles inside the house. If Mr. Schulz condemns backroom deals in the Council, he should not repeat the same mistake in his own house by only consulting the two biggest parliamentary groups.

 

It's a scandal that some political group leaders only learned about the deal through the media. This agreement needs a qualified majority in the Parliament so Mr Schulz would be well advised to respect the wishes of all the MEPs and not just those from the EPP and S&D groups.

 

Despite the difficult economic crisis hitting most European countries, mere cosmetic increases in funds to fight youth unemployment and to help the most deprived are on offer. This will not satisfy citizens who expect much better from the Union.

 

The current deal only slightly differs from the conclusions of the Council on February 8th. The overall amounts were not changed; Council cuts of €85bn remain! For the first time, we will have a reduced budget. Meanwhile, the expenditure structure of the budget is as it was in the 1950s and the revision clause which would give an opportunity to correct the amount is not binding. We still don't know how the CAP reform will be paid.

 

We, therefore, have neither the means nor the structure to face the challenges of the coming years.

 

Many issues are only partly dealt with and postponed for the future. We regret that the S&D and the EPP have already agreed to this bad deal and want to force the Parliament to welcome it already next week in Strasbourg.

 

We strongly oppose this blackmailing of the European Parliament!


GUE/NGL Press:
David Lundy +32 470 85 05 09
Gay Kavanagh +32 473 84 23 20
Emily Macintosh +32 470 85 05 08

 

Einigung über EU Haushalt missachtet EP Position – Präsident Schulz lässt sich auf einen unzureichenden Deal mit Rat und Kommission ein

 

Mit der Zustimmung zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) ohne die vorherige Konsultation aller Fraktionen im Parlament, hat Martin Schulz die demokratischen Prinzipien des Parlaments  missachtet. Wenn Herr Schulz Absprachen im Hinterzimmer des Rates missbilligt, sollte er in seinem eigenen Haus nicht den gleichen Fehler wiederholen, indem er sich nur mit den beiden größten Fraktionen abspricht.

 

Es ist ein Skandal, dass einige Fraktionsvorsitzende über den Deal nur durch die Medien erfahren haben. Diese Vereinbarung braucht eine qualifizierte Mehrheit im Parlament. Herr Schulz wäre gut beraten, die Wünsche aller Abgeordneten und nicht nur jene von Konservativen und Sozialdemokraten zu respektieren.

 

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Krise in vielen europäischen Ländern, werden  lediglich kosmetische Erhöhungen der Mittel zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und für das Nahrungsmittelhilfsprogramm für die Bedürftigsten der EU angeboten. Das wird den Bürgerinnen und Bürgern nicht reichen, die mehr von der Union erwarten.

 

Die vorliegende Einigung unterscheidet sich nur geringfügig von den Schlussfolgerungen des Rates vom 8. Februar. Die Gesamtbeträge wurden nicht verändert; Kürzungen des Rates von 85 Milliarden € bleiben! Zum ersten Mal haben wir es mit einem reduzierten Haushalt zu tun. Die Ausgabenstruktur des Haushalts ist wie die in den 50er Jahren. Die Revisionsklausel, die eine Möglichkeit bieten würde, die Haushaltshöhe zu korrigieren, ist nicht bindend. Wir wissen immer noch nicht, wie die GAP-Reform bezahlt werden soll.

 

Somit haben wir weder die finanziellen Mittel, noch die geeignete Finanzstruktur, um den Herausforderungen für die nächsten Jahre gerecht zu werden.

 

Viele Aspekte wurden nur teilweise angesprochen und in die Zukunft verschoben. Wir bedauern, dass die S&D und die EVP Fraktionen dieser schlechten Einigung bereits zugestimmt haben und das Parlament dazu zwingen wollen, den Deal nächste Woche in Straßburg zu begrüßen.


Wir sind strikt gegen diese Erpressung des Europäischen Parlaments!